Tradition + Trends
Berlin, Januar 2012 Bereits in den legendären zwanziger Jahren wurde Berlin auf Publikationen und Plakaten des Fremdenverkehrsamtes als „Stadt der Musik und des Theaters“ präsentiert. Dass schon in den sogenannten Goldenen Zwanziger Jahren das Kulturleben der Stadt als zentrales Motiv für eine Reise nach Berlin erkannt und aktiv vermarktet wurde, hat mit der damals außergewöhnlichen Dichte und Vielfalt des kulturellen Lebens in der aufstrebenden Metropole zu tun. Eine Konstellation, die den Mythos Berlin bis heute prägt und dessen magische Anziehungskraft ausmacht.
Klassikmetropole von Weltrang
Von Opernaufführungen und Kunstausstellungen über Theaterinszenierungen und Konzerten bis hin zu zahlreichen Festivals: Mit ihren rund 180 Museen und Sammlungen, 440 Galerien, drei Opernhäusern, acht großen Symphonieorchestern, 130 Kinos, etwa 150 Theatern und Bühnen sowie zahlreichen weiteren Kultureinrichtungen bietet die deutsche Hauptstadt mehr als 1.500 Veranstaltungen täglich.
Als Opernmetropole floriert die deutsche Hauptstadt wie keine andere. Sie ist weltberühmt für ihre drei Opernhäuser, bekannte Orchester wie die Berliner Philharmoniker und die großen Konzerthäuser. Werke aller Epochen werden hier von großen Künstlern interpretiert. Auch in der aktuellen Spielsaison hat die aufregendste Opernmetropole ein in Bandbreite und Qualität vielfältiges Programm zu bieten: Mehr als 80 verschiedene Operninszenierungen, mehr als 10 Balletttitel und zahlreiche Sinfonie- und Kammerkonzerte stehen auf den Spielplänen der Deutschen Oper, der Komischen Oper, des Staatsballetts und der von Daniel Barenboim künstlerisch geleiteten Staatsoper Unter den Linden. www.oper-in-berlin.de
In Berlin zu Hause sind auch die 1882 gegründeten Berliner Philharmoniker, eines der bedeutendsten Orchester der Welt. Hans von Bülow legte das Fundament, das große Namen wie Wilhelm Furtwängler, Herbert von Karajan, Claudio Abbado und seit 2002 Sir Simon Rattle in Repertoire und Klangästhetik ständig erweiterten. www.berliner-philharmoniker.de
Berliner Theaterviertel garantiert Unterhaltung pur
London hat das West End, New York den Broadway und Berlin seit 2009 das East End. In dem Karree zwischen Friedrichstraße, Unter den Linden und Hackeschen Markt haben sich vier Traditionshäuser zu einem Theaterviertel zusammengeschlossen: Quatsch Comedy Club, Kabarett-Theater Distel, Friedrichstadtpalast und Chamäleon Theater stehen für beste Unterhaltung in Berlin-Mitte. In dem Karree mit der größten Theaterdichte der Hauptstadt erleben Besucher Abend für Abend mitreißende Kabarett- und Comedy-Abende, Tanz, Revue, Varieté und Aufsehen erregende Bühnenproduktionen. www.eastendtheater.de
Auch außerhalb des East Ends bietet Berlin fantastisches Entertainment in allen Facetten: Am 13. Januar 2011 fand die Weltpremiere des Udo Lindenberg Musicals "Hinterm Horizont" im Theater am Potsdamer Platz statt. Gut 20 Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung erzählt das Stück mit all den großen Lindenberg-Songs eine überraschende "East-West-Side-Story" – eine Zeitreise voller schicksalhafter Begegnungen und grenzenloser Gefühle. www.stage-entertainment.de
Eine der erfolgreichsten Produktionen in Berlin ist die Blue Man Group. Seit ihrer Berlin-Premiere im Jahr 2004 hat sie mehr als 1,75 Millionen Zuschauer in der europaweit einmaligen Spielstätte Berlin begeistert. Die außergewöhnliche Show-Sensation residiert seit 2007 im Bluemax Theater am Marlene-Dietrich-Platz. Die Blue Man Group ist weit mehr als eine Show: Sie bietet Comedy, Theater und Konzert in einem.
Das Angebot der rund 150 Berliner Theater und Bühnen ist groß und abwechslungsreich. Auf den Spielplänen stehen Inszenierungen von antiken Tragödien bis hin zum Theater der Gegenwart. So findet das Publikum eigensinniges, progressives Theater bei Frank Castorf an der Volksbühne oder bei Armin Petras im Maxim-Gorki-Theater. Innovation und Kreativität im Tanz und Theater werden besonders bei Sasha Waltz im Radialsystem V großgeschrieben.
Etwas gediegener und klassischer geht es hingegen an den Traditionsbühnen zu. Das Deutsche Theater, die Schaubühne oder das Berliner Ensemble, das Theater Bertolt Brechts mit Claus Peymann als Intendanten, haben Theatergeschichte geschrieben. Zum Theatertreffen versammeln sich jedes Jahr im Mai tausende Theaterschaffende, Journalisten und Gäste aus der ganzen Welt in Berlin. Zu sehen gibt es das interessanteste und spannendste aus dem deutschen Theaterleben von München bis Hamburg, ausgewählt von einer unabhängigen Theaterkritikerjury aus rund 400 Aufführungen der Saison. www.berlinerfestspiele.de
Mit den Berliner Bühnen verbunden waren Größen wie Bertolt Brecht, Max Reinhardt und Gustaf Gründgens. Das noch junge Medium Film begründete in Berlin eine lange Tradition mit illustren Namen aus ufa-Zeiten wie Marlene Dietrich, Ernst Lubitsch und Emil Jannings. Bereits frühe Filme wie „Berlin: Sinfonie der Großstadt“ von Walter Ruttmann aus dem Jahr 1927 oder „Menschen am Sonntag“ von 1930 halten das pulsierende Leben Berlins auf eindrucksvolle Weise fest.
Berlin, selbst immer wieder Schauplatz der deutschen Filmgeschichte, ist die Metropole des Kinos. Keine andere Stadt in Deutschland hat ein so vielfältiges Filmprogramm. Rund 130 kleine wie große Filmtheater sorgen dafür, dass für jeden Geschmack etwas dabei ist. Originalfassungen sind u.a. im CineStar im Sony Center, im Arsenal, im Krokodil und im Filmtheater Hackesche Höfe zu sehen. Großes Kino in exklusivem Ambiente mit Krabben und Champagner bietet die Astor-Filmlounge am Kurfürstendamm, Deutschlands erste Filmlounge. Neben der Berlinale, die 2010 ihr 60. Jubiläum groß feierte, genießen auch kleinere Filmfestivals wie achtung berlin, britspotting und interfilm einen hohen Stellenwert unter Filmfans. Von Mai bis September ist in Berlin die Saison der Freiluftkinos. Eine Reise durch die Filmgeschichte bietet das Filmmuseum am Potsdamer Platz, in dem unter anderem der Nachlass Marlene Dietrichs dauerhaft ausgestellt wird. www.filmmuseum-berlin.de
Berlin – Stadt der Museen
Tag für Tag sind in Berlins mehr als 180 Museen und rund 440Galerien bedeutende Kunstwerke aus allen Epochen und vielversprechende neue künstlerische Positionen zu sehen. Zahlreiche interessante Ausstellungen und Festivals laden ein, Kunstschätze zu bestaunen. Zu den Höhepunkten des Berliner Kunstkalenders gehören die beiden Langen Nächte der Museen, die Lange Nacht der Opern und Theater, das Gallery Weekend im Frühjahr, die alle zwei Jahre stattfindende berlin biennale und der Kunstherbst mit Fachmessen für zeitgenössische Kunst. Allen voran ist das art forum berlin zu nennen, auf dem 2010 zum 15. Mal rund 130 führende Galerien aus den wichtigsten Kunstzentren der Welt ihre Stars und Newcomer präsentierten. www.gallery-weekend-berlin.de, www.art-forum-berlin.de
Berlin ist die Stadt der Museen. Gezeigt werden Schätze der Weltkultur, wie der Pergamonaltar oder die weltbekannte Büste der ägyptischen Königin Nofretete, alte und junge Meister von Giotto bis Caravaggio, von Breughel bis Caspar David Friedrich, von Joseph Beuys bis hin zu den "Jungen Wilden" wie Baselitz oder Haring. www.smb.museum
Dass es auch bei rund 180 Museen der Stadt immer noch Lücken zu schließen gibt, beweist das im Sommer 2009 eröffnete Deutsche Currywurst Museum. Wer schon immer einmal wissen wollte, aus welchen Zutaten die berühmte Berliner Zwischenmahlzeit besteht, findet in der Ausstellung unweit des Checkpoint Charlie genügend historisches und kulturelles Anschauungsmaterial. Ebenso neu zur vielfältigen Berliner Museumslandschaft im Jahr 2009 hinzugekommen, sind Deutschlands erstes Fußballmuseum in Berlin-Lichtenberg und das Dalí-Museum am Potsdamer Platz. www.currywurstmuseum.de, www.dfm-berlin.de, www.dali-ausstellung.de
Die Berliner Museumsinsel ist das größte Museumsensemble der Welt. Ihre fünf zwischen 1830 und 1930 errichteten Bauwerke – Altes Museum, Neues Museum, Alte Nationalgalerie, Bode-Museum und Pergamonmuseum – präsentieren mit ihren Sammlungen über 6.000 Jahre Kunst- und Kulturgeschichte. Mit der Wiedereröffnung des Neuen Museums 2009 und der Kolonaden 2010 sind weitere Meilensteine in der Umsetzung des Masterplans zur Sanierung der Berliner Museumsinsel erreicht, die 1999 in die Liste des UNESCO-Welterbes aufgenommen wurde. www.neues-museum.de
Zeitgeschichte ist das Thema der Berlin-Besucher. Museen wie das Deutsche Historische Museum, das Dokumentationszentrum Berliner Mauer oder das Mauermuseum am Checkpoint Charlie zeigen sowohl die wechselvolle Deutsche Geschichte als auch die einer einst geteilten Stadt.
Zu den großen Berliner Ereignissen im Jahr 2010 gehörte die Eröffnung des neuen Dokumentationszentrums „Topographie des Terrors“ am 7. Mai. Mit mehr als 500.000 Besuchern im Jahr gehört es zu einem der am meist besuchtesten Erinnerungsorte und Museen in Berlin. Nach der Neueröffnung wird das Dokumentationszentrum über vier weitere Ausstellungsbereiche verfügen. Auf dem Gelände der „Topographie des Terrors“ befanden sich von 1933 bis 1945 die wichtigsten Einrichtungen des nationalsozialistischen Verfolgungs- und Terrorapparats: Die Zentralen der Geheimen Staatspolizei, der SS und des Reichssicherheitshauptamts sowie das „Hausgefängnis“ der Gestapo. www.topographie.de
Mit der Übergabe des neuen Besucherzentrums, der Ausstellung im Zwischengeschoss des Nordbahnhofs, „Grenz- und Geisterbahnhöfe im geteilten Berlin“ und des Teilbereichs A, „Die Mauer und der Todesstreifen“ im Frühjahr 2010 wurde die Gedenkstätte an der Bernauerstraße weiter zum zentralen Ort der Erinnerung an die Berliner Mauer und ihre Opfer ausgebaut. Bis zum August 2011 werden am historischen Ort ein weiteres Teilstück des sich auf 1,4 km Länge erstreckenden Areals an Berliner und Berlin-Gäste übergeben. http://www.berliner-mauer-dokumentationszentrum.de
Zweimal im Jahr öffnet eine wechselnde Teilnehmerschar der Berliner Museen, Sammlungen, Archive, Gedenkstätten und Ausstellungshäuser in der „Langen Nacht der Museen“ ihre Pforten bis weit nach Mitternacht. Die an Superlative gewöhnten Hauptstädter stürzen sich ebenso enthusiastisch ins museale Getümmel wie ihre Gäste aus nah und fern. Inzwischen gibt es 100 Lange Nächte in Deutschland und mehr als 50 weltweit. www.lange-nacht-der-museen.de
Rund 440 Galerien machen Berlin zu einem Zentrum der internationalen Kunstszene und des internationalen Kunstmarktes. Mehr als 6.000 Künstler und Kreative schaffen hier junge Kunst von heute für die Sammlungen von morgen. Wie sehr Berlins Kreativität auch international wahrgenommen wird, zeigt die von der UNESCO verliehene Auszeichnung als "Stadt des Design": Diese würdigt die Leistungen der Designer, Modemacher, Fotografen, Architekten und bildenden Künstler, die sich mit dem Label „Create Berlin!“ ein eigenes Netzwerk geschaffen haben: Eine junge Kreativszene im Dialog mit einer europaweit einmaligen Kulturtradition. www.create-berlin.de
Fazit: Berlins Kulturangebot ist aufregend und vielfältig. Und es ist vor allen Dingen auch eins: preisgünstig! Um ein paar tolle Tage in der deutschen Hauptstadt zu erleben, müssen Besucher aus aller Welt nicht zwangsläufig tief in die Tasche greifen. Die Stadt garantiert ein abwechslungsreiches Kultur-Programm für jeden Geldbeutel: Ob Museum, Theater, Oper oder Konzert. Ein Aufenthalt in der Weltstadt kostet nicht die Welt, doch die Erinnerungen daran werden mit Sicherheit unbezahlbar sein. www.visitBerlin.de
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